Guter Chef – sonst bin ich weg

Neuer GenY-Barometer von Absolventa vorgestellt: Verhalten von Vorgesetzten entscheidend für das Arbeitgeberimage, 96 Prozent würden Job aufgrund eines schlechten Chefs wechseln.

„Diese Erkenntnis ist weder wirklich neu noch überraschend. Neu, und deshalb von höchster Relevanz ist sie deshalb, weil Mitarbeiter heute ihr tatsächliches Verhalten danach ausrichten“, so Michael Kohlhaas, Vorstand der „Manufaktur für Führungskultur im Mittelstand e.V.. „Die Kräfteverhältnisse auf dem Arbeitsmarkt haben sich aufgrund der demographischen Entwicklung bereits deutlich zu Gunsten der Fach- und Führungskräfte verschoben. Heute bewerben sich Unternehmen bei Mitarbeitern; und wir stehen erst am Anfang dieser Entwicklung.“

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Erfolg macht sexy

„Wahre Schönheit kommt von innen“, so heißt es in einem bekannten Werbespot. Das erscheint mir allemal besser, als Lifting, Aufspritzen und was weiß ich, was es da so alles gibt.

Wenn man den Artikel „Machtwechsel in München – BMW überholt Siemens als größter Industriekonzern“ in der Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung vom 22.03.2015 liest, dann hat man den Eindruck, dass BMW die gleiche „Philosophie“ verfolgt.

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„Während im Siemens-Konglomerat eine Umstrukturierung die nächste jagt, hat BMW einen Lauf. Die Marke strahlt. Sellten war der Stolz größer unter den Blechbiegern aus Milbertshofen, die von der Familie Quandt Anfang der sechsziger Jahre vor der Pleite gerettet wurden. „Sind wir nicht eine tolle Company?“, tönt heute ein Aufsichtsrat. Heerscharen junger, gut ausgebildeter Leute aus aller Welt sehen das genauso, Monat für Monat gehen 20.000 Bewerbungen im BMW-Hauptquartier ein: Erfolg macht sexy.“

20.000 Bewerbungen pro Monat, das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Nun gut, nicht jeder ist BMW. Gleichwohl gilt die Erfolgsformel für jedes Unternehmen. Die Qualität der Führung nimmt dabei eine entscheidende Rolle ein. So ist zu erklären, das es zum Beispiel einer meiner mittelständischen Kunden mit 80 Mitarbeitern schafft, 15 Auszubildende in eine abgelegene ländliche Region zu „locken“.

Erfolg ist und bleibt die beste Employer Branding Maßnahme.

 

Michael Kohlhaas

Leidenschaft oder „Bloß keine Hektik“?

Während der erneute Anstieg der Mitarbeiterbindung Freude bereitet, erschreckt die hohe Anzahl der Beschäftigten, die bestenfalls Dienst nach Vorschrift leisten. Dies konstatierte der soeben veröffentlichte „Engagement Index 2014“ von Gallup. Nach den Ergebnissen des Meinungsforschungsinstitutes wird die emotionale Mitarbeiterbindung unmittelbar vom Führungsverhalten des direkten Vorgesetzten beeinflusst. Die hohe Zahl der inneren Kündigungen und das fehlende Engagement bei geringer emotionaler Bindung an das Unternehmen kostet die deutsche Wirtschaft jährlich horrende Summen. Gallup spricht von 73 bis 95 Milliarden.

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Arbeiten Sie hier bloß (nicht)!

„Kantinenessen lecker, Kollegen nett, Chef blöd: Auf Bewertungsportalen liest man alles Mögliche über Arbeitgeber. Aber wie aussagekräftig sind solche Plattformen? Was Bewerber mit solchen Urteilen anfangen können.“

So lautete der Teaser des Artikels im Handelsblatt online vom 17.02.2015 der Autorin Miriam Binner.

Falsche Frage, kann ich da nur sagen.

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Vereinsgründung „Manufaktur für Führungskultur im Mittelstand e.V.“

Am vergangenen Samstag, den 31. Januar 2015 erfolgte die Gründung des Vereins „Manufaktur für Führungskultur im Mittelstand e.V.“ in Böblingen. Die anwesenden Teilnehmer aus den verschiedenen Regionen Deutschlands und der Schweiz engagieren sich gemeinsam für eine überdurchschnittliche Qualität der Führungsleistung in mittelständischen Unternehmen. Diese Führungsleistung führt demnach über produktives Handeln zu überdurchschnittlichen Ergebnissen. Die systematische Gestaltung einer zeitgemäßen Führungskultur sowie eine regelmäßige Überprüfung des Führungserfolgs werden in absehbarer Zukunft wichtiger denn je. Maßgebliche Treiber dieser Entwicklung sind die Megatrends Demographie und Urbanisierung: bewerben sich heute noch Mitarbeiter um Arbeitsplätze, wird der Mangel an Fach- und Führungskräften die Unternehmen zunehmend in die Rolle des Bewerbers um Mitarbeiter drängen.

Die Führungs- und Unternehmenskultur wird in diesem Arbeitsmarktumfeld zum entscheidenden Wettbewerbsvorteil.

Zweck des Vereins ist die Förderung einer attraktiven Führungskultur in mittelständischen Unternehmen. Eine Führungskultur in diesem Sinne basiert auf gemeinsamen Werten und stellt das Erreichen unternehmerischer Ziele sicher, in dem sie gleichzeitig den Mitarbeitern die Nutzung und Entwicklung ihrer persönlichen Potenziale ermöglicht und auf diese Weise zum Persönlichkeitswachstum aller beiträgt.

Die „Manufaktur für Führungskultur im Mittelstand e.V.“ sieht sich als Impulsgeber für die professionelle Diagnose von Führungsqualität sowie als Netzwerk für den vertrauensvollen Erfahrungsaustausch zwischen der Vereinsmitgliedern. Hierbei stehen praxisrelevante und anwendungsorientierte Werkzeuge für ein professionelles Management in mittelständischen Unternehmen im Mittelpunkt des Interesses.

Der Verein ist verantwortlich für die Organisation und Vermarktung des jährlichen „Führungssymposiums für den Mittelstand“ sowie der Vergabe des BMM-AWARD für ausgezeichnetes Management im Mittelstand.

Michael Kohlhaas, Geschäftsführender Gesellschafter der 100PersEnt GmbH & Co. KG ist Mitgründer und Vorsitzender des Vorstands des neu gegründeten Vereins.

Weitere Information erhalten Sie in diesem Blog oder über: m.kohlhaas@100persent.de