Der Kontext eines Unternehmens, also das sog. Ecosystem ist ganz zentral. Das Ecosystem bildet die Grundlage für die Strategieentwicklung und ist zugleich die Voraussetzung für deren Realisierung. In diesem Sinne ermöglicht es, ein Verständnis für die Komplexität der Umwelt zu gewinnen, Klarheit über die Landschaft der Interessengruppen (wird hier synonym mit dem Begriff der Stakeholder verwendet) zu schaffen und erfolgskritische Einflussfaktoren zu identifizieren sowie nutzenstiftende Optionen für Kooperationen zu erkennen.
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Führungsverhalten – Tops und Flops
Für Beschäftigte ist klar, was sie sich von ihren Vorgesetzten wünschen. Einer aktuellen Analyse zufolge sind es vor allem drei Werte: Vertrauen gegenüber ihren Beschäftigten, Wertschätzung für deren Einsatz und die offene und transparente Art der Information. Weniger gut kommt es an, wenn Chefs jeden Fehler kritisieren, generell unangemessene Kritik üben, Angestellte klein halten oder im Stich lassen.
Das ist das Ergebnis einer aktuellen Analyse der KOF Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich auf der Grundlage von knapp 74.000 Bewertungen auf der Arbeitgeber-Bewertungsplattform Kununu. Dabei konnten Beschäftigte unter einer Reihe von Wertbegriffen die auswählen, die sie in ihrem Unternehmen am stärksten wahrnehmen. 40 davon waren dem Bereich „Führung“ zuzuordnen. Für jeden davon untersuchten die Forscher, wie sehr die Nennung des jeweiligen Wertbegriffes die Wahrscheinlichkeit erhöht oder verringert, dass die Befragten mit ihren Führungskräften zufrieden sind.
Bestimmung der Wesentlichkeit – eine Systematisierung des Strategieprozesses
Der Strategieprozess fokussiert in erster Linie auf die Interessengruppen „Kunde“ und „Kapitalgeber“. Die Kundensegmentierung sowie Berichts- und Offenlegungspflichten (Bilanz, G&V und Anhang) u.a. gemäß den Regelungen des HGB seit Jahrzehnten geübte Praxis.
Andere Interessengruppen wurden bisher im Vergleich zu den beiden eingangs genannten stiefmütterlich behandelt. Durch die Pflicht zur Nachhaltigkeitsberichterstattung wird sich das nun radikal ändern. Eine gute Gelegenheit, die Systematisierung des Strategieprozesses um diese Interessengruppen zu erweitern, ohne der Gefahr der Bürokratisierung zu erliegen.
Die Bestimmung der Wesentlichkeit ist ein wichtiges Element in der Systematisierung. Hier sind fünf Schritte und Faktoren beschrieben, die bei der Bestimmung der Wesentlichkeit berücksichtigt werden sollten:
- Stakeholder-Analyse
- Materialitätsanalyse
- Relevanzbewertung
- Priorisierung
- Konsultation und Validierung (Stakeholderdialog)
Wesentlichkeitsbestimmung – die Brücke zur Unternehmensstrategie
Die Bestimmung der Wesentlichkeit in Bezug auf Nachhaltigkeitsaspekte erfolgt durch einen Prozess der Analyse und Bewertung. Sie ist insofern von großer Bedeutung, als sie einerseits die Grundlage für die Nachhaltigkeitsberichterstattung ist. Andererseits bildet die Wesentlichkeit die Brücke zur Unternehmensstrategie und macht Nachhaltigkeit relevant. Auf diese Weise vermeiden Unternehmen sowohl Green-Washing als auch die Schaffung von Bürokratiemonstern in Form irrelevanter Nachhaltigkeitsberichte.
Hier sind einige Schritte und Faktoren, die Sie bei der Bestimmung der Wesentlichkeit berücksichtigen sollten.
WeiterlesenNachhaltigkeit – Es kommt darauf an, was man daraus macht
Ich gebe zu, dass die Grafik ein wenig verwirrend wirken kann. Aber im Grunde ist sie relativ einfach: Seit 2015 gibt es die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (17 UN SDG), auf die sich die Vereinten Nationen im Rahmen der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung einigten. Sie können leicht den Kategorien für nachhaltiges Wirtschaften: Environmental – Social – Governance zugeordnet werden. Neu ist hingegen eine erweiterte Berichtpflicht, die sich aus der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) der EU nun auch für große mittelständische Unternehmen ergibt.
Am 10. November 2022 wurde die Richtlinie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen vom EU Parlament verabschiedet. Und die bringt in der Tat Herausforderungen mit sich, die trotz aller Pflichten aber auch viele Chancen bietet. Es kommt – wie immer – darauf an, was man daraus macht.
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