Die Materialitätsanalyse Teil 1 – Identifikation der Auswirkungen (impacts)

Sobald sich das Unternehmen Klarheit über das eigene Umfeld verschafft hat – insbesondere über die Wertschöpfungskette sowie die Interessen der Stakeholder -, geht es an die Identifikation der Auswirkungen der eigenen Geschäftstätigkeit auf Mensch und Umwelt sowie an die Identifikation der Auswirkungen von Nachhaltigkeitsaspekten auf die eigene unternehmerische Tätigkeit.

Dies ist der Gegenstand der doppelten Wesentlichkeit bzw. der double materiality.

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Die Stakeholderanalyse – Ausgangspunkt strategischer Überlegungen

Der Kontext eines Unternehmens, also das sog. Ecosystem ist ganz zentral. Das Ecosystem bildet die Grundlage für die Strategieentwicklung und ist zugleich die Voraussetzung für deren Realisierung. In diesem Sinne ermöglicht es, ein Verständnis für die Komplexität der Umwelt zu gewinnen, Klarheit über die Landschaft der Interessengruppen (wird hier synonym mit dem Begriff der Stakeholder verwendet) zu schaffen und erfolgskritische Einflussfaktoren zu identifizieren sowie nutzenstiftende Optionen für Kooperationen zu erkennen.

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Führungsverhalten – Tops und Flops

Für Beschäftigte ist klar, was sie sich von ihren Vorgesetzten wünschen. Einer aktuellen Analyse zufolge sind es vor allem drei Werte: Vertrauen gegenüber ihren Beschäftigten, Wertschätzung für deren Einsatz und die offene und transparente Art der Information. Weniger gut kommt es an, wenn Chefs jeden Fehler kritisieren, generell unangemessene Kritik üben, Angestellte klein halten oder im Stich lassen.

Das ist das Ergebnis einer aktuellen Analyse der KOF Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich auf der Grundlage von knapp 74.000 Bewertungen auf der Arbeitgeber-Bewertungsplattform Kununu. Dabei konnten Beschäftigte unter einer Reihe von Wertbegriffen die auswählen, die sie in ihrem Unternehmen am stärksten wahrnehmen. 40 davon waren dem Bereich „Führung“ zuzuordnen. Für jeden davon untersuchten die Forscher, wie sehr die Nennung des jeweiligen Wertbegriffes die Wahrscheinlichkeit erhöht oder verringert, dass die Befragten mit ihren Führungskräften zufrieden sind.

https://www.businessinsider.de/karriere/arbeitsleben/befoerderung-wer-chef-wird-und-warum-sich-diese-oft-nicht-dafuer-eignen-b/

Bestimmung der Wesentlichkeit – eine Systematisierung des Strategieprozesses

Der Strategieprozess fokussiert in erster Linie auf die Interessengruppen „Kunde“ und „Kapitalgeber“. Die Kundensegmentierung sowie Berichts- und Offenlegungspflichten (Bilanz, G&V und Anhang) u.a. gemäß den Regelungen des HGB seit Jahrzehnten geübte Praxis.

Andere Interessengruppen wurden bisher im Vergleich zu den beiden eingangs genannten stiefmütterlich behandelt. Durch die Pflicht zur Nachhaltigkeitsberichterstattung wird sich das nun radikal ändern. Eine gute Gelegenheit, die Systematisierung des Strategieprozesses um diese Interessengruppen zu erweitern, ohne der Gefahr der Bürokratisierung zu erliegen.

Die Bestimmung der Wesentlichkeit ist ein wichtiges Element in der Systematisierung. Hier sind fünf Schritte und Faktoren beschrieben, die bei der Bestimmung der Wesentlichkeit berücksichtigt werden sollten:

  1. Stakeholder-Analyse
  2. Materialitätsanalyse
  3. Relevanzbewertung
  4. Priorisierung
  5. Konsultation und Validierung (Stakeholderdialog)
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