Fünf einfache Fragen für den strategischen Erfolg

„Wir stellen zu wenig einfache Fragen“ bemerkte Christopher Rauen einst während unserer Coaching Ausbildung.

Wenn ich mir meine Zusammenarbeit mit mittelständischen Unternehmen in der Strategiearbeit anschaue, dann glaube ich, dass er recht hat. Es sind nicht die vermeintlich heißesten Management-Ideen, die das Unternehmen weiterbringen. Auch wenn diese nicht selten von den Kunden erwartet werden, handelt es sich dabei häufig um Bullshit-Bingo. Leider stellt sich das erst mit einem zeitlichen Nachlauf von zwei bis drei Jahren heraus.

Einfache, aber substanzielle Fragen bringen strategische Überlegungen besser voran als viele Buzzwords. Hier sind fünf dieser Fragen, die ich zur Diskussion und Anregung anheim stelle:

  • Was macht unser Unternehmen einzigartig?

Im Marketing wird in diesem Zusammenhang von Alleinstellungsmerkmal (USP für Unique Selling Proposition) gesprochen. Es beschreibt die einzigartige Eigenschaft eines Produkts oder des Unternehmens, die es klar von der Konkurrenz abhebt und Kunden einen spürbaren, überlegenen Vorteil bietet.

  • Was dürfen wir auf keinen Fall verändern?

Bei dieser Frage geht es um die Kernkompetenzen des Unternehmens, die auf keinen Fall verändert werden sollten und von denen man davon ausgehen kann, dass sie auch in absehbarer Zukunft noch zu den Kernkompetenzen gehören.

  • Was müssen wir unbedingt verändern?

Das Umfeld der Unternehmen verändert sich fortlaufend. Es wäre naiv anzunehmen, dass trotz dieses „Befundes“ im Unternehmen selbst alles unverändert bleiben könnte. Ergo: Was müssen wir unbedingt verändern?

  • Welche Hindernisse stehen unserem Erfolg im Weg?

Diese Frage hängt eng mit der dritten Frage zusammen. Gibt es Hindernisse organisatorischer, personeller oder sonstiger Art, die uns im Wege stehen, um auch morgen noch erfolgreich zu sein? Packen wir sie an und räumen die Hindernisse aus dem Weg.

  • Wenn Sie Inhaber wären – was würden Sie als Erstes tun?

Dies ist vielleicht die spannendste Frage und führt zu den Aspekten der Zusammenarbeit, bei dem die Mitarbeiter mutmaßlich den größten Leidensdruck wahrnehmen. Die Frage erfordert vom tatsächlichen Inhaber/ Geschäftsführer ein wenig Mut, aber die Antworten entschädigen ihn dafür in aller Regel.

Fazit

Beteiligen Sie sich nicht am Bullshit-Bingo und lassen Sie sich auch nicht von inhaltsleeren Buzzwords blenden. Einfache, aber substanzielle Fragen bringen strategische Überlegungen oft besser voran als so mancher „heiße Scheiß“.

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■ Michael Kohlhaas

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