Vor Führungskräfteentwicklungsprogrammen, die ich Inhouse bei Kunden durchführe, frage ich seit vielen Jahren regelmäßig ab, welchen Herausforderungen sich die Führungskräfte gegenüber sehen.
Neben der allgemeinen Klage über einen Mangel an qualifiziertem Personal (quantitatives Personalproblem), lese und höre ich zunehmend auch von qualitativen Personalproblemen.
Einige Kostproben der Herausforderungen aus diesem Jahr:
- „Umgang mit Verändertem Verhältnis zur Arbeit / Überstundenbereitschaft u. Einsatzbereitschaft / Work-Life-Blance bei MA unter 30 Jahren.“
- „Die MA fordern immer mehr, für meist weniger Einsatz.“
- „MA werden immer egoistischer, Ich-bezogener.“
- „Umgang mit sich verändernden Arbeitseinstellungen im Unternehmen, Berücksichtigung der Work-Life-Balance-Kultur bei gleichzeitig großer Notwendigkeit an Mehrarbeit und effizienterem / schnellerem Arbeiten.“
- „Zuverlässigkeit, Charakter, Können, Wissbegierde, Loyalität lassen zu wünschen übrig.“
- „Motivation der Mitarbeiter, Überstunden evtl. auch mal Samstagsarbeit.“
- „Teamzusammenhalt war früher besser.“
Ist das eine Klage, die ich auch aus meiner Jugend hinreichend kennengelernt habe, nach dem Motto „Die Jugend von heute …..“
Oder spiegeln die Aussagen eine Realität wider, die derzeit in der Diskussion über mangelnde Leistungsbreitschaft den Abgesang der deutschen Wirtschaft beklagt?
Wie erlebt ihr das in den Unternehmen?




