Ampel-Aus – Lehren für die Führungskultur

Das Ende der Ampel-Regierung kam dem Grunde nach nicht überraschend. Der Zeitpunkt war es durchaus.

Aus dem, was gestern passiert ist, kann man viel lernen. Mögliche Koalitionspartner in Brandenburg, Thüringen und Sachsen werden sehr genau hingeschaut haben. Auch auf der bzw. für die Bundesebene muss nun sehr rasch gelernt werden, um ähnliche Schicksale in künftigen, ebenfalls nicht einfachen Konstellationen zu vermeiden.

Mir geht es aber hier nicht um Politik. Auch für die Führungskultur hält das Ampel-Aus mehr als eine Lerneinheit aus dem Kulturebenenmodell von Edgar Schein parat.

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Toxische Führung – das klassische Führungs-Dilemma

Führungskräfte müssen nicht nur Leistung erbringen, sie sollen auch Vertrauen schaffen.

Was aber ist zu tun, wenn eine Führungskraft sich ausschließlich auf Leistung fokussiert – und diese auch erbringt – , aber lediglich über eine unzureichende Werteorientierung verfügt und somit nicht in der Lage ist, Vertrauen zu schaffen? Das typische Führungs-Dilemma, das fast jeder aus eigenem Erleben kennt: Chefs, die ihre Ziele erreichen und sogar übertreffen, in deren Abteilung aber Angst und Schrecken herrschen.

Wie würden Sie entscheiden?

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„Erst wenn die Ebbe kommt, sieht man, wer ohne Badehose schwimmt.“

Warren Buffett verwendet dieses Bild, um zu verdeutlichen, dass erst in Krisenzeiten sichtbar wird, welche Unternehmen schlecht vorbereitet sind. In Zeiten wirtschaftlichen Aufschwungs kann es so wirken, als ob viele erfolgreich sind. Doch wenn schwierige Zeiten kommen („die Ebbe“), werden Schwächen oder Fehlentscheidungen der Vergangenheit offengelegt.

Dass viele Betriebe einer Ebbe gegenüberstehen, zeigt die Graphik der INSM, Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft GmbH.

Was bedeutet dies für die Führungs- und Unternehmenskultur?

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Führungskräfte können von Jonathan Tah lernen

„Einer wie kein anderer“ betitelte die FAS am 08.09.2024 einen Artikel über Jonathan Tah. Darin erfuhr der Leser u.a., dass Tah versucht, seine Leistungen mithilfe eines Performance-Coaches und einer Psychologin zu verbessern.

„Tatsächlich arbeite ich mit Visualisierungen und Affirmation. Das ist kein Hokuspokus. Es ist verrückt, wie man sich auf diese Weise selbst stärken kann“, wird Tah zitiert.

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Die EFRAG-MAIG (Materiality Assessment Implementation Guidance)

Der Begriff „doppelte Wesentlichkeit“ („double materiality“) ist ein Konzept, das in der Berichterstattung über Nachhaltigkeit und Unternehmensverantwortung Anwendung findet. Es beschreibt die Notwendigkeit, sowohl die Auswirkungen des Unternehmens auf diese Themen inside-out) als auch die finanziellen Auswirkungen von Umwelt-, Sozial- und Governance-Themen (ESG-Themen) auf das Unternehmen (outside-in) zu berücksichtigen. Die EFRAG-MAIG (Materiality Assessment Implementation Guidance) empfehlen eine Vorgehensweise in vier Schritten:

Die Beantwortung der Frage, was wesentlich ist, bestimmt daher maßgeblich den Umfang der Berichterstattung.

Diese beiden Perspektiven werden in der Folge erläutert:

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