Ignorieren von Veränderungen auf eigene Gefahr

Angesichts des rasant fortschreitenden technologischen Wandels und der zunehmenden Komplexität, die heute in der Geschäftswelt zu beobachten sind, ist der organisatorische Wandel vielleicht die wichtigste Aktivität, der wir uns als Unternehmen zu stellen haben und die wir als Führungskraft beherrschen sollten.

Unternehmerischer Wandel ist ein Prozess, bei dem ein Unternehmen seine Struktur und/ oder andere wichtige Elemente anpasst, um seine Abläufe zu verbessern und um die Herausforderungen zu meistern, mit denen das Unternehmen bereits heute konfrontiert ist oder die es in Zukunft erwartet.

Sich zu verändern hat seinen Preis. Sich nicht zu ändern, ist nicht selten wesentlich teurer.

Natürlich mag niemand Veränderungen. Genauer gesagt, wir mögen die Anstrengungen nicht, die es braucht, um sich zu ändern. Wir mögen zwar oft die Ergebnisse und Verbesserungen, die uns eine bestimmte Veränderung gebracht hat, aber eben erst nachdem wir den Prozess der Veränderung überstanden haben.

Es scheint, dass wir erst dann von der Notwendigkeit von Veränderungen überzeugt sind, wenn wir gewinnen bzw. erst nachdem wir bereits gewonnen haben.

Prozessual wird der Wandel jedoch meist anders erlebt. Menschen sind mit ihren Emotionen überall auf der obigen Grafik positioniert. Einige sind voll engagiert, andere nehmen eine abwartende Haltung des Widerstands ein und wieder andere weigern sich, sich davon abbringen zu lassen, nichts davon zu wollen. Dabei ist es für ein Individuum eine Sache, sich für eine Veränderung zu entscheiden. Für die Führungskraft ist es eine ganz andere Herausforderung, mitunter Hunderte von Menschen kollektiv dazu zu bewegen, sich und die Form der Zusammenarbeit zu verändern.

Unabhängig davon, wo alle Mitarbeiter individuell in Bezug auf eine notwendige Veränderung stehen, sieht die Realität so aus: Wenn sich ein Unternehmen nicht anpasst, kann es schnell ins Hintertreffen geraten oder scheitern, wenn es den Kunden- und Marktanforderungen nicht mehr gerecht wird. Derlei Beispiele gibt es mehr als genug.

Ich finde die beigefügte Grafik von William Bridges hilfreich für Führungskräfte, um einen angemessen Umgang, insbesondere in der Kommunikation mit den Mitarbeitern zu finden.

Führungskräfte, die mit Personen in ihrem Team zu tun haben, die möglicherweise auf der linken Seite der Veränderungskurve „stecken bleiben“, können mit ihnen substanzielle Gespräche darüber führen, was ihnen in dem jeweiligen emotionalen Zustand am Ehesten hilft. Dies kann ein guter Weg sein, um den Mitarbeitern zu helfen, die Veränderung zu verstehen und sie positiv voranzubringen.

Der andere Vorteil, den ich in der Grafik erkenne, ist, dass über den Übergangspunkt hinaus eine enorme Menge an motivierendem Gutem geschieht. Wenn wir Veränderungen effektiv managen und entsprechend kommunizieren, passieren in der Regel große Dinge. Unsere Perspektive und unser Ausblick wenden sich ins Positive: „Tue Gutes und rede drüber.“

Fazit

Das Ignorieren von Veränderungen ist in der Regel eine sehr teure Option. Deshalb steckt im nachfolgenden Zitat meines Erachtens sehr viel Wahrheit:

 „Das Geheimnis des Wandels besteht darin, all seine Energie nicht darauf zu konzentrieren, das Alte zu bekämpfen, sondern das Neue aufzubauen.“
(Der Pfad des friedvollen Kriegers. Dan Millman)

Bauen Sie das Neue, das Bessere auf oder bekämpfen Sie das Alte in Ihrem Unternehmen? Das Management von Veränderungen ist ein lernbarer Prozess. Als Führungskräfte müssen wir unseren Mitarbeitern helfen, ihn zu verstehen.

Von Beginn an, bis weit nachdem wir fertig sind.

■ Michael Kohlhaas

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Wenn auch Sie sich oder Ihr Unternehmen nachhaltig und systematisch verbessern wollen, dann sollten wir ins Gespräch kommen: 07478/ 2690 775.

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