Selbstwirksamkeit (engl. self-efficacy) bezeichnet den Glauben einer Person an die eigene Fähigkeit, in einer bestimmten Situation aus eigener Kraft etwas bewirken und ein Ziel erreichen zu können. Der Begriff stammt vom Psychologen Albert Bandura, einem der Begründer der sozial-kognitiven Lerntheorie. Die Erfahrung von Selbstwirksamkeit ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für die Entwicklung von Mitarbeitern – der vornehmsten Führungsaufgabe.
Was bedeutet dies in der Praxis?
Warum ist Selbstwirksamkeit wichtig?
Selbstwirksamkeit bedeutet, dass jemand überzeugt ist:
- „Ich kann das schaffen.“
- „Ich bin fähig, ein Problem zu lösen.“
- „Mein Handeln trägt maßgeblich zur Zielerreichung bei.“
Sie beeinflusst grundsätzlich die Motivation, erhöht die Anstrengungs- und Leistungsbereitschaft, steigert das Durchhaltevermögen, so dass es seltener zu Handlungsabbrüchen kommt und verbessert den Umgang mit Misserfolgen. Menschen mit hoher Selbstwirksamkeit geben bei Rückschlägen nicht so schnell auf.
Was sind die Einflussfaktoren auf Selbstwirksamkeit?
- Eigene Erfolgserfahrungen sind die wichtigste Quelle von Selbstwirksamkeit.
Für die Führungskraft bedeutet dies, Erfolge dort zu lassen, wo sie hingehören: Beim Mitarbeiter, der sie erzielt hat. Nicht zuletzt aus diesem Grund ist das sogenannte Mikro-Management einer der übelsten Motivationskiller, weil es die Selbstwirksamkeit systematisch verhindert. Empowerment und Vertrauen sind die Führungsmittel der Wahl, um Selbstwirksamkeit zu ermöglichen. - Beobachtung von Vorbildern („Wenn andere es schaffen, kann ich das auch.“)
Für die Führungskraft bedeutet dies zum einen, generell und für alle Mitarbeiter positive Selbstwirksamkeitserfahrungen sicherzustellen. Zum anderen bedeutet es natürlich auch, mit gutem Beispiel voranzugehen und selbst die eigenen Aufgaben unverzagt, mit Elan und Zuversicht anzugehen. Es gilt das alte Wort von Martin Luther: „Aus einem verzagten Arsch kommt kein fröhlicher Furz“.
- Soziale Überzeugung/ Zuspruch
Für die Führungskraft bedeutet dies, die Mitarbeiter durch einen tendenziell coachenden Führungsstil zu unterstützen. Es bedeutet ferner, eine Arbeitsatmosphäre zu schaffen, in der die Teammitglieder sich gegenseitig unterstützen. Dies kann z.B. dadurch unterstützt werden, dass Incentives und/ oder Prämien nicht an individuelle Leistungen, sondern an Gruppenleistungen geknüpft sind. - Emotionale und körperliche Zustände (z. B. Angst, Stress oder Entspannung)
Für die Führungskraft bedeutet dies, ein Umfeld sicherzustellen, in dem die Mitarbeiter sich in einer permanenten Wechsel zwischen Lernzone, persönlicher Wachstumszone und gewissen Phasen der Konsolidierung befinden. Die Führungskraft sollte sowohl die Einrichtung von Komfortzonen verhindern als auch sicherstellen, dass Mitarbeiter nicht in die Angstzone „geraten“. Das Schaubild zeigt auch die Wichtigkeit und den Nutzen eines ermutigenden sozialen Umfelds (siehe oben) an der Grenze zwischen Wachstums- und Angstzone.
Fazit: IM-PROVE your leadership
Konsequentes Führungshandeln im Sinne von Empowerment bedeutet, die Mitarbeiter sich in (neuen) Arbeitsaufgabe im Unternehmen bewähren zu lassen. Konkrete Zielsetzungen – sogenannte SMART-Ziele – erleichtern diese Führungsaufgabe und vermeiden Mikromanagement.
Stellen Sie sicher, dass Ihre Mitarbeiter Erfolge haben und somit die Erfahrung der Selbstwirksamkeit machen.
Das Rubikonmodell der Handlungsphasen ist zur Verbesserung der Führungskultur bestens geeignet. Dabei setzt unser darauf basierendes Konzept IM-PROVE your leadership immer an zwei Elementen an:
- PROVE – your Leadership: Bestandsaufnahmen zur Führungsqualität in Unternehmen mit professionellen Diagnose-Tools;
- IMPROVE – your Leadership: Ableitung von Maßnahmen zur kontinuierlichen Verbesserung der Unternehmensführung und der Strategieentwicklung sowie zur Führungskräfteentwicklung.
Die Qualität des Erfolgsfaktors „Führung im Mittelstand“ lässt sich ebenso erfassen und quantifizieren, wie die Qualität eines jeden anderen betrieblichen Erfolgsfaktors. Hierfür bieten wir eine Reihe von Diagnosetools an.
■ Michael Kohlhaas
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