Wenn der Fokus auf Kontinuierliche Verbesserung ins Auge gehen kann
Entwicklung und Umsetzung der Business-Strategie sind wesentliche Bestandteile der Unternehmensführung. Mein Denkmodell ist wesentlich geprägt von Peter Drucker, Aloys Gälweiler, Hans Hinterhuber und Michael Porter. Es unterscheidet im wesentlichen vier grundsätzliche strategische Ausrichtungen, die selbstverständlich auch in Mischformen auftreten:
- Wachstum: mehr Absatz/ Umsatz in den Märkten mit im Wesentlichen vorhandenen/ bekannten Produkten bzw. Dienstleistungen.
- Produktivität: bessere Ressourcennutzung im weitesten Sinne, u.a. durch die Kontinuierliche Verbesserung.
Beide Ausrichtungen sind in meinem Denkmodell der strategischen Herangehensweise Exploitation zugeordnet.
Warum das nicht reicht?
Die beiden strategischen Ausrichtungen der Exploitation stehen für das „Nutzen vorhandener Kernkompetenzen“. Ohne die Notwendigkeit der Beherrschung des Kerngeschäfts und die Notwendigkeit der kontinuierlichen Verbesserung in Abrede zu stellen: Exploitation reicht nicht aus.
Die Erschließung neuer Erfolgspotenziale – die Exploration – erreicht man aber nur durch die beiden anderen strategischen Ausrichtungen:
- Innovation: mehr Absatz/ Umsatz durch neuartige Produkte, die es bisher in der Form noch nicht gab.
- Transformation: Nutzung neuer Kollaborationsmodelle und/ oder neuer Technologien im Zuge eines grundlegenden Wandels der Umwelt (Disruption).
Der entscheidende Unterschied: Man kann nur Vorhandenes kontinuierlich verbessern. Exploration bezieht sich jedoch auf Neues, bisher nicht dagewesenes.
Und das Neue liegt – von eigener Forschung und Entwicklung einmal abgesehen – in der Regel außerhalb des eigenen Unternehmens. Am Beispiel der Autoindustrie lässt sich das einfach illustrieren: Die gesamte Branche habe tiefgreifende Umwälzungen „verschlafen“, liest man immer wieder. Eigentlich haben wir es dabei nicht mit einer, sondern mit zwei Transformationen zu tun.
- Bei der Antriebswende vom Verbrennungs- zum Elektromotor handelt es sich zunächst um eine Reaktion auf die politische Entscheidung, Wirtschaft und Konsum klimaneutral zu gestalten, indem der Verbrauch fossiler Energieträger sukzessive reduziert wird. Exemplarisch dafür steht das im Februar vom EU-Parlament in abschließender Lesung beschlossene EU-Verkaufsverbot für neue Benzin- und Dieselfahrzeuge ab 2035. Das Neuzulassungsverbot für Verbrenner sollte der zentrale Schritt hin zu einem klimaneutralen Verkehrssektor bis 2050 sein.
- Der andere große Trend der Automobiltransformation, die Digitalisierung, ist dagegen in erster Linie marktgetrieben. Der Toyota-Manager Steve Adler brachte die Entwicklung auf den Punkt, als er feststellte: „Software frisst die Welt auf, und Autos stehen als nächstes auf der Speisekarte.” Autos werden im Zuge der Digitalisierung zum „Software definierten Fahrzeug“ (SDV), die untereinander, mit der Verkehrsinfrastruktur und den Fahrenden vernetzt sind.
Fazit: (IM)PROVE your Leadership
Strategiearbeit ist ein Kernstück exzellenter Unternehmensführung. Unternehmen müssen dabei beides angemessen berücksichtigen: die kontinuierliche Verbesserung der eigenen Kernkompetenzen sowie das wache Auge für das komplette Umfeld des Unternehmens einschließlich (technologischer) Trends, um rechtzeitig die Erfolgspotenziale für die Zukunft zu identifizieren und aufzubauen.
Artikel 5 des Kölsche Grundgesetzes stellt volkstümlich schlicht fest:
„Et bliev nix wie et wor.“ (für Nicht-Rheinländer: „Es bleibt nichts, wie es war.“)
Und Friedrich Schiller schlussfolgerte richtig: „Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit“.
■ Michael Kohlhaas
Sie planen die Verbesserung Ihres Managementsystems und/ oder Ihrer Strategiearbeit? Sie wollen Ihre Führungskräfte dahingehend entwickeln, dass Sie neben der Effizienz im Tagesgeschäft offen für Veränderungen sind und mit Unsicherheit umgehen können?
Dann rufen Sie uns an: 07478/ 2690 775. Wir beraten Sie gerne.
Die 100PersEnt GmbH hat sich auf das Thema Führung im Mittelstand fokussiert. Schwerpunkte unserer Arbeit sind die Strategieentwicklung und die Strategieumsetzung im Mittelstand unter den Nachhaltigkeitsaspekten – von der punktuellen Beratung bis hin zum Leadership Process Owner (LPO). Die Integration von Nachhaltigkeitsthemen in die Strategiearbeit unter Berücksichtigung der Erfordernisse der Nachhaltigkeitsberichterstattung runden das Spektrum ab.
Dazu hinaus bieten wir auch Analysewerkzeuge an: das völlig neue EFE Excellence Barometer sowie unser seit Jahren bewährte und immer wieder optimierte Führungsbarometer.
Melden Sie sich gleich an zu unserem kostenfreien und unverbindlichen Online-Impuls: (IM) PROVE your Leadership
Wenn Sie ein unverbindliches Kennenlerngespräch vereinbaren möchten, stehe ich Ihnen gerne unter m.kohlhaas@100persent.de oder telefonisch unter 07478/ 2690 775 zur Verfügung.
#strategie #strategieentwicklung #strategieimplementierung #Mittelstand #Nachhaltigkeit #Leadership #ILEP #EFE #100PersEnt
